BioWiki

Rectangle 3 2
Braunkehlchen

Avifauna

Avis ist die lateinische Bezeichnung für Vogel. Der lateinische Begriff Fauna leitet sich vom Namen der römischen Göttin Fauna ab, der Natur- und Waldgöttin. Die Fauna bezeichnet die Gesamtheit aller in einem bestimmten geographischen Gebiet oder Habitat vorkommenden Tierarten. Die Avifauna ist also die Vogelwelt in einem Gebiet. In Deutschland weudern seit  1800 bisher 551 Vogelarten beobachet. Insgesamt gibt es zurzeit 305 Brutvogelarten, davon kommen 29 inzwischen nich mehr als Brutvögel vor. Weitere Faunen: Entomofauna – Insekten Herpetofauna – Reptilien und Amphibien Ichthyofauna – Fische Malakofauna – Weichtiere   Quelle: www.avi-fauna.info/  

Lebensraum

Lebensraum

Ein Lebensraum ist das Gebiet, in dem sich eine bestimmte Pflanzen- oder Tierart vorwiegend aufhält. Für das Reh ist es der Wald, für den Schmetterling die Wiese, für Forellen ein Bach, für den Sonnentau das Moor. Das Wort „Habitat“ stammt vom lateinischen Wort „habere“ ab, das „halten“ oder „haben“ bedeutet. Laut Fora-Fauna-Habitat-Richtlinie gibt es 231 Lebensraumtypen auf der Erde, in Deutschland kommen 93 vor. An der Schatzküste wechseln sich beispielsweise Bodden, Windwatt und Flachwasserbereiche mit Sandbänken, Riffen, Flach- und Steilküsten ab. Der unterschiedliche Salzgehalt, die verschiedenen Tiefenzonen und Küstenformen ermöglichen diversen Arten das Leben und Gedeihen. Im Unterschied zu den Lebensräumen definieren Biotope Gebiete, die eine ganz bestimmte Gemeinschaft von Tier- und Pflanzenarten aufweisen. Biotop leitet sich von den zwei griechischen Wörtern „Bios“ Leben und „Topos“ Ort ab. So ist die Kopfweide ein Baum, in dem ganz bestimmte Vögel, Insekten, Pflanzen, Pilze, Amphibien und Säugetiere leben. Ein Lesesteinhaufen wird von ganz speziellen Pflanzen bewachsen, die es warm und extrem trocken mögen. Im Haufen überwintern Insekten wie Marienkäfer, aber auch Reptilien wie Zauneidechse und Schlingnatter.

Strandlebensraum

Wer an die Ostsee denkt, träumt sofort von kilometerlangen Stränden und herrlichen Dünen aus feinstem Sand, ideal zum Sonnen und Buddeln. Nur die wenigsten ahnen, dass hier nicht nur Urlauber ein Paradies finden, sondern auch ganz besondere Tiere und Pflanzen. Der mit lila Blüten gespickte Meersenf und die nur zehn Zentimeter hohe Salzmiere gehören zu den bewundernswerten Pionieren, die im blanken, trockenen Sand wurzeln. Die so entstehenden Mini-Dünen sind Brutgebiet für Sandregenpfeifer und Zwergseeschwalben. Nach jedem Sturm werden Überreste der Unterwasservegetation ans Ufer gespült, bilden dort den Spülsaum. Er ist das Lebenselixier des Strandes, reich an Nährstoffen. Er ist Lebensraum zahlreicher Insekten und kleiner Krebstiere wie dem für Menschen absolut ungefährlichen Strandfloh. Dieser ist wiederum ein Leckerbissen für Watvögel wie Alpenstrandläufer und Sandregenpfeifer.

Spülsaum

Spülsaum

Nach jedem Sturm, vor allem aber in den Wintermonaten, werden Überreste der Unterwasservegetation wie Algen, Seegras, aber auch Muschelschalen und tote Meerestiere ans Ufer gespült, das ist der Spülsaum. Er ist Lebensraum zahlreicher Insekten und kleiner Krebstiere wie dem für Menschen absolut ungefährlichen Strandfloh. Bei der Zersetzung des Materials entsteht eine Art Kompost, der Dünger des Strandes. Seine Nährstoffe ermöglichen es asketischen Pflanzen wie Meersenf, Meerkohl und Salzmiere, sich anzusiedeln. Die so entstehenden Mini-Dünen sind Brutgebiet für Sandregenpfeifer und Zwergseeschwalben.

Rotschenkel

Watvögel

Besonders lange Beine ermöglichen ihnen das Durchwaten der flach überfluteten Wattflächen. Langgezogene Schnäbel erlauben ihnen, in Sand und Schlick herumzustochern. Muscheln, Würmer und andere Kleintiere werden so erbeutet. Jede Watvogelart hat dabei ihre eigene spezifische Jagdstrategie, bestimmt durch Schnabellänge und Schnabelform. In den Windwatten zwischen Rostock und Rügen sind es vor allem der Alpenstrandläufer, Dunkler Wasserläufer, Grünschenkel, Säbelschnäbler und Große Brachvogel.Quelle: SchatzLotse Naturschätze – Die Lebensräume der Küstenlandschaft  

Säbelschnäbler

Er gehört zu den Watvögeln. Der Säbelschnäbler hat ein auffälliges schwarzweißes Gefieder, einen langen Hals und sehr lange Beine. Das auffälligste an ihm ist aber sein einzigartiger, schmaler, leicht nach oben gebogener Schnabel. Zur Nahrungsaufnahme hält er ihn leicht geöffnet ins Wasser und säbelt ihn hin  und her. Etwa alle zwei Sekunden stößt die Zunge vor und streift die an den Lamellen hängen gebliebenen Kleinorganismen ab. Er ist ein Zugvogel, der in Frankreich, Portugal und Senegal überwintert. Zum Brüten bevorzugt er die Brackwasserlagunen an den Küsten. Der Säbelschnäbler wird in Deutschland stark geschützt.   Der SäbelschnäblerDem Fechtsport gehört seine Liebe,immerfort übt er Schnabelhiebe.Ach, gälte Olympia sein Streben!Nein, erkämpft im wirklichen LebenGegen hungrige Eierdiebe. von Rüdiger Fuchs, Vögel von vorn  

Alpenstrandläufer

Alpenstrandläufer

Der Alpenstrandläufer gehört zu den Watvögeln. Blitzschnell laufen die zierlichen Vögel entlang der Wasserkante und erspähen auf fast magische Weise ihre im Sand oder unter angespültem Seetang verborgene Nahrung. Der Alpenstrandläufer ist zur Zugzeit und im Winter in großer Zahl bei uns zu Gast. Er fliegt in großen Trupps gewagte Wendemanöver. Dabei sind auch die schwarzen Bäuche gut zu sehen. Seinen Namen bekam er von Carl von Linné, der den Alpenstrandläufer in den lappländischen Alpen beobachtete.Mehr unter: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/portraets/alpenstrandlaeufer/  

Windwatt

Windwatten entwickeln sich vorwiegend an Stellen mit intensiven Sandablagerungen, also an wachsenden Landzungen wie dem Darßer Ort, dem Bessin oder dem Gellen auf Hiddensee. Das größte Windwatt der Region zieht sich von Pramort an der Ostspitze des Zingst vierzehn Kilometer weit bis in die Boddengewässer um den Hiddenseer Gellen. Bei Niedrigwasser durchschneidet lediglich die ausgebaggerte Fahrrinne nach Stralsund die endlos erscheinende Wattfläche. Kleinere Wattbereiche liegen außerdem verstreut in den westrügenschen Bodden und im Breitling an der Warnowmündung. 95 Prozent aller Wattflächen der deutschen Ostseeküste befinden sich zwischen Rostock und Rügen. Die Lebensbedingungen in einem Windwatt sind viel extremer als in Watten von Nordsee und Atlantik. Oft liegt ein Windwatt wochenlang trocken, nur um danach wieder lange Zeit überflutet zu sein. Eine ausgesuchte Gruppe besonderer Überlebenskünstler hat hier ihre Heimat und macht die Watten zu biologisch hochproduktiven Zonen. Dazu gehören Watvögel und Borstenwurm. Quelle: SchatzLotse Naturschätze – Die Lebensräume der Küstenlandschaft  

Schilf

Schilf

Es ist unser höchstes heimisches Gras. Schilfhalme können über vier Meter Länge erreichen, oft zu einem Drittel unter Wasser verborgen. Durch Halme und Wurzelstock zieht sich ein ausgeklügeltes Belüftungssystem. Mit seiner Hilfe überleben die Pflanzen im sauerstoffarmen Bodengrund. Nebenbei belüften sie den Boden und ermöglichen damit auch anderen Organismen ihr Überleben. Insekten überwintern im Innern der Halme des Vorjahres wie die Brackwasserröhricht­Halmeule und Salz­Glanzflachläufer ist eine besondere Rarität. Dieser Laufkäfer lebt in Röhrichten der Warnowmündung. Haubentaucher, Blässhühner oder Enten nisten am Boden und nutzen die hoch aufragenden Halme als Sichtschutz. Rohrsänger und Rohrammern weben ihre Nester kunstvoll ins Halmgeflecht.Quelle: SchatzLotse Naturschätze – Die Lebensräume der Küstenlandschaft  

Röhricht

Röhricht

Röhricht ist ein Biotoptyp und eine Pflanzengesellschaft im Flachwasser- und Uferrandbereich von Gewässern. Es besteht aus großwüchsigen, schilfartigen Pflanzen (Röhrichtpflanzen) wie Schilfrohr (Phragmites australis), Rohrkolben (Typha spec.), Igelkolben (Sparganium spec.), Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea) und Wasser-Schwaden (Glyceria maxima); ferner aus Kalmus (Acorus calamus), Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus), Schwanenblume (Butomus umbellatus), Froschlöffel (Alisma spec.) und aus weiteren Arten. Das Röhricht als Lebensraum ist für viele verschiedene Tierarten sehr wertvoll. Es beherbergt in der Regel zwar nur wenige Pflanzenarten, aber durch seine Lage zwischen freier Wasserfläche und dem Land ist zum Beispiel für Vögel das Nahrungs- und Brutplatzangebot sehr groß, denn sie können beide Areale nutzen. Die hohen und hohlen Stängel von Rohrkolben und Co. sind außerdem ein wertvoller Überwinterungsraum für Insekten. Für die Fisch- und Libellenfauna ist das Röhricht ein wichtiger Forpflanzungs- und Rückzugsraum.

Wissen von A - Z