Wiederherstellung von Kleingewässern und Söllen

In der Projektregion gibt es (wie in ganz Mecklenburg-Vorpommern) unzählige stehende Kleingewässer und Sölle, die allesamt durch Zerstörung ihrer charakteristischen Biotopeigenschaften in schlechtem Zustand sind. Durch die Wiederherstellung dieser wichtigen Landschaftselemente wird die unmittelbare Biodiversität erhöht, Wasser kann in der Landschaft gehalten und Nährstoffe zurückgehalten werden. Insbesondere Sölle (inselartige Kleingewässer (eiszeitliche Toteisformationen) in Agrarlandschaften, die häufig von Gebüschen oder Gehölzen umrandet sind) sind als gesetzlich geschützte Biotope und als „Trittsteine“ für die Ausbreitung vieler heimischer Tierarten unerlässlich. Sie nehmen eine wichtige Funktion im Biotopverbund ein.

Mit der exemplarischen Umsetzung von bis zu acht renaturierten Kleingewässern soll Landbesitzenden und Flächenbewirtschaftenden in der Hotspotregion beispielhaft gezeigt werden, wie Kleingewässer relativ einfach eingerichtet und gepflegt werden und dass die Gewässer wichtige Funktionen bei Trockensommern einnehmen. Geplant ist auch die modellhafte Anlage von Dränteichen (kleine künstliche Feuchtgebiete in Ackerflächen, die nährstoffbelastetes Wasser in ungekammerten Senken auffangen; der Zufluss des Dränwassers erfolgt in einen vertieften Bereich des Teiches, der Ausfluss ist flach und vege­tationsreich gestaltet) für die Nährstoffrückhaltung.

Das Monitoring zur Wirksamkeit ist ebenso vorgesehen wie ein Leitfaden zur Kleingewässerpflege und Dränteichunterhaltung (Schatzküste für Nachahmer) sowie die Entwicklung von Instrumenten zur Übernahme der Kleingewässerförderung in die Landesförderinstrumente.

Verantwortlich: Katharina Brauer (WWF D)