Vernetzte Arten- und Lebensraumvielfalt in ländlichen Gemeinden am Beispiel von Ahrenshoop

Noch werden in Ahrenshoop viele Grünflächen regelmäßig kurz gehalten. Doch bald könnte an vielen Orten, wie hier im Bild an den Bushaltestellen des Ortsteils Altgagen, eine bunte Blumenwiese die Bewohner und Gäste des Ortes aber natürlich auch die Insekten erfreuen.“ (Annett Storm) 

Ausgehend von der Gemeinde Ahrenshoop (auf der Halbinsel Fischland, 721 Einwohner) werden vielfältige Maßnahmen zum Erhalt, der Förderung und Pflege der Arten- und Lebensraumvielfalt modellhaft im Siedlungsbereich umgesetzt. Zusammen mit regionalen Akteuren und der Ahrenshooper Zukunftswerkstatt entsteht ein Biodiversitäts-Check für Gemeinden inklusive Weiterbildungs-Instrumente für Kommunen zur flächigen Umsetzung biodiversitätsfördernder Maßnahmen.

Zu Projektbeginn wird eine Bestandsaufnahem von Arten und Lebensräumen vorgenommen, auf Workshops und Exkursionen wird Wissen zur Biodiversität, Artenkenntnis und Biotopvernetzung vermittelt, in Aktionstagen werden erste biodiversitätsfördernde Maßnahmen umgesetzt. Schulungen uns Hilfestellungen für Gemeindearbeiter*innen, Mitarbeitende der Kurverwaltung und Mitglieder des Gemeinderats sensibilisieren für den Erhalt und die Pflege der Vielfalt in der Gemeinde.

In einem Modellversuch zur Vermeidung von Lichtverschmutzung und Nachtbeleuchtung als Insektenfallen wird die ideale Beleuchtungsvariante für die Gemeinde ermittelt und über drei Jahre wissenschaftlich getestet.

Umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit zu allen Aktivitäten gemeinsam mit den Verbundpartnern und die Zusammenarbeit mit den Projekten von NABU M-V, BUND M-V, OSTSEESTIFTUNG und WWF D finden projektbegleitend statt.

Verantwortlich: Annett Storm (Förderverein Nationalpark Boddenlandschaft)