Einfach nur ein Sandhaufen?

Nein, dieser zwei Meter hohe, fünf Meter lange Berg ist ein Sandarium, ein neues Wohnquartier für Wildbienen. Wussten Sie es schon: dreiviertel aller Wildbienenarten sind Erdnister. 

In Deutschland kommen etwa 100 Arten vor, die alle streng geschützt sind. 

Das Problem: ihre Vorkommen gehen seit mehreren Jahren zurück.

Flurbereinigung, Monokulturen, zehrende Grünland- und Ackernutzung, Wildkräuterbekämpfung, Anbau von Energiepflanzen und die Konzentration auf Futtermittelerzeugung, der Flächenverlust durch Bebauung und Versiegelung gefährden die Bienen.

Dabei sind die kleinen, flauschigen Tiere unsere wichtigsten Bestäuber. Erdbienen sind friedfertig, können nicht stechen. Der Stachel, den nur weibliche Erdbienen haben, ist viel zu schwach, um die menschliche Haut zu durchdringen. 

In diesem Erdhügel in Zarrenzin werden hoffentlich schon bald viele Nützlinge einziehen.

Übrigens: Sie können auch in Ihrem Garten ein Sandarium anlegen. 

In ein mindestens 40 mal 40 Zentimeter großes Beet mit Sonne heben Sie eine 50 Zentimeter tiefe  Mulde für die Niströhren aus. 

Das Loch mit Sand füllen (Spielplatz-Sand ist ungeeignet). Einen Hügel aufhäufen und mit Ästen und Wurzeln abdecken. Das brauchen die Bienen, um ihre Brutröhren und -höhlen zu verschließen. 

Damit der Hügel nicht zum Katzenklo wird, einfach mit Rosenschnitt oder Brombeerzweigen schützen. Fertig ist das neue Bienenquartier…