……….eine Erfolgsgeschichte
Als die neun Verbundpartner Anfang 2014 das Projekt Schatz an der Küste starteten, betraten sie gemeinsam Neuland. Ob BUND MV, WWF Deutschland, NABU M-V, Succowstiftung, OSTSEESTIFTUNG, Kranichschutz Deutschland, Uni Greifswald, Forstamt Hansestadt Rostock oder ANU MV e.V. – jeder von ihnen ein Spezialist auf seinem Gebiet. Doch zum ersten Mal wollten sie gemeinsam etwas bewirken. Und das haben sie auch getan. Das erste Projekt bestand aus 21 Maßnahmen. Es wurden 200 Hektar Küstenmoor renaturiert, ein Entdeckerpfad »Biologische Vielfalt« durch die Rostocker Heide mit 15 Stationen angelegt, die Nationalparkausstellung in Waase „Insel Schatz Ummanz“ gestaltet, mobile Schutzzonen für Robben entwickelt, ein Trickfilm mit einer Grundschulklasse gestaltet, das KRANORAMA zur Kranichbeobachtung gebaut.
Ein starkes Team
Die Arbeit schweißte zusammen. Und so blieben sieben Verbundmitglieder auch im neuen Projekt Vernetzte Vielfalt an der Schatzküste dabei. Forstamt Hansestadt Rostock und ANU MV e.V. stiegen aus, dafür kam der Förderverein Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft dazu. „Der Schwerpunkt im ersten Projekt lag neben den Restaurationsarbeiten mehr auf den Themen Bildung, Informationen, Gesprächen“, sagt Dr. Sabine Grube, Projektleiterin. „Wir wollten vor allem das Bewusstsein für die Naturschätze wecken.“
Wir vernetzen Biotope
„Im neuen Projekt Vernetzte Vielfalt an der Schatzküste geht es nun stärker darum, gemeinsam mit den Partnergemeinden Biotopnetze zu entwickeln und vielfältige, artenreiche Kulturlandschaften zu bewahren, in denen die Menschen gut leben und arbeiten können“, beschreibt die Projektleiterin das Ziel. „Die aufwändigen Vorbereitungsjahre liegen hinter uns, jetzt geht es immer mehr an die Umsetzung der Vorhaben. In den nächsten zwei Jahren werden wir viele Hecken anlegen, den Günzer See renaturieren, weitere Sölle und Kleingewässer wieder herstellen. Aber es gibt auch schon viele Ergebnisse: Das neue Kranichzentrum hat Richtfest gefeiert. Das Projekt Geisternetze von WWF Deutschland wird im Frühjahr 2025 bereits abgeschlossen. In Ahrenshoop leuchten die ersten 15 insektenfreundlichen Rotlicht-Lampen und der neue Trickfilm einer Grundschulklasse ist fertig. Bei den Citizen Science-Projekten wurden wieder viele Exemplare seltener Wildbienenarten entdeckt. Also wir sind diesmal sehr viel in der Fläche aktiv, um unsere Kulturlandschaft etwas zu verbessern, um etwas mehr Grün in die Landschaft zu bringen.“
TOP-10-Projekt
Die Vereinten Nationen haben die Jahre 2021 bis 2030 zur internationalen UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen erklärt. In Deutschland beteiligen sich 154 Projekte an der Umsetzung. Unter diesen wurden die besten zehn ausgezeichnet. Unser Verbundprojekt „Vernetzte Vielfalt an der Schatzküste“ gehört dazu.
Rasmus Klöpper von der OSTSEESTIFTUNG: „Wir freuen uns sehr, dass wir es tatsächlich unter die Top-10 geschafft haben. Das ist eine Würdigung unseres Engagements, unseres Fachwissens und unserer Maßnahmen, die wir zwischen Rostocker Heide und Westrügen bereits umgesetzt haben und noch umsetzen werden.“
Mehr über die UN-Dekade erfahrt ihr hier: www.undekade-restoration.de/die-un-dekade/