Strandinseln und Robben-Strand-Netzwerk

Durch ein dichtes Netz unterschiedlich großer Strandinseln an den vielbesuchten Ostseestränden zwischen Markgrafenheide und Zingst können sich intakte Spülsaumgesellschaften entwickeln. Neben dem Artenschutz bieten sie neue, unterstützende Ansätze für den Küstenschutz und interessierte Gäste können die Inseln als Naturerlebnisraum nutzen.

Die Strandinseln werden wichtige Biotop-Trittsteine in unserem Biotopverbund darstellen, der Nutzen für die Biodiversität wird ebenso wie der potenzielle Küstenschutz begleitend untersucht. Mit den Strandinselgemeinden werden Vereinbarungen getroffen, um die Inseln langfristig zu erhalten und für Umweltbildungszwecke einzusetzen. Im Verbundvorhaben Schatz an der Küste (2014-2020) wurde bereit ein Schutzkonzept Strandinseln entwickelt – abgegrenzte Schutzflächen inmitten touristisch genutzter Strände. Diese Empfehlungen werden in den kommenden Jahren vom Verbundpartner BUND MV in die Praxis umgesetzt.

Bereits 2020 wurde durch eine qualifizierte Befragung von sieben Strandgemeinden im Projektgebiet ermittelt, dass das Konzept Strandinseln gut als Schnittstelle zwischen Naturschutz, Umweltbildung und Tourismus fungieren kann und diesbezügliche Projektaktivitäten grundsätzlich befürwortet werden. Die ganze Befragung (entstanden als Masterarbeit an der Universität Greifswald)) könenn Sie hier lesen.


Das Netzwerk Robben und Strand setzt sich aktiv für den Schutz der Strandlebensräume und der Robben in unserem Projektgebiet ein. Es unterstützt die Behörden bei Robbenfunden, bildet sich weiter, nutzt Apps wie OstseeTiere, Naturblick oder Baltic Explorer und überwacht die Ungestörtheit der Strandinseln.

Verantwortlich: Dr. Susanna Knotz und Nicola Boll (BUND M-V)